Literatur

Der Kulturverein St. Michael Dirmstein e.V. tritt für die Pflege des pfälzischen Sprachgutes ein und möchte Literaten fördern, die sich diesem Ziel verbunden fühlen. Er ist selbstverständlich auch für andere Literaturrichtungen offen. Eine Reihe von Schriftstellern und Mundartdichtern wohnen in Dirmstein oder stammen von hier.

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Lydia Hauenschild
mail<ät>lydia-hauenschild.de
www.lydia-hauenschild.de

Jahrgang 1957, stammt aus dem niederbayrischen Deggendorf und kam über die Stationen Göttingen, Braunschweig und Mannheim 1986 nach Dirmstein. Als die ausgebildete Agraringenieurin mit Zwillingen schwanger war und einen Ratgeber für werdende Zwillingseltern suchte, da gab es keinen. Es war die Geburtsstunde der Schriftstellerin Hauenschild, die im Sommer 1986 als junge Mutter diesen fehlenden Ratgeber zu schreiben begann.

Mittlerweile hat sie in fast drei Jahrzehnten weit mehr als 30 Bücher vor allem für Kinder und Jugendliche verfasst, die mit einer deutschen Gesamtauflage von über 500.000 Exemplaren erschienen. Einige ihrer Werke wurden zudem ins Norwegische, Koreanische Tschechische, Slowakische, Türkische, Chinesische oder Persische übersetzt.

Sie ist Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller und schreibt vorwiegend für die Verlage Loewe (Bayreuth) und arsEdition (München). Ihre bevorzugten Genres sind Geschichten für Erstleser, erzählende Sachbücher mit naturwissenschaftlichen Themen und Romane für ältere Kinder. Da die Musik in ihrem Privatleben eine wichtige Rolle spielt, ist diese auch ein immer wiederkehrendes Thema in ihren Geschichten, so z. B. in "Der Summstein" (Rowohlt Verlag).

Mit bis zu achtzig Vorleseveranstaltungen im Jahr weckt Lydia Hauenschild heute nicht nur bundesweit, sondern auch in Österreich und der Schweiz Leselust bei Kindern.

Alexander Hitschler
Alex_Hitschler<ät>hotmail.com

schreibt als Hobbyautor in pfälzer Mundart über die Elwetritsch, das lokale Fabelwesen.


Walter Landin
walter<ät>landin.de
www.Landin.de

Jahrgang 1952 und "Dirmsteiner Gewächs", saß bereits am Frankenthaler Albert-Einstein-Gymnasium in der Redaktion der Schülerzeitung "Kaktus". Erste größere Texte entstanden Ende der 1970er Jahre während des pädagogischen Umgangs mit ausländischen Jugendlichen. In Mannheim, wo Landin schon seit langem lebt und als Realschullehrer arbeitet, kristallisierte sich ein Schwerpunkt seines Schaffens heraus, der auch auf seiner Webseite herausgehoben ist: Die Auseinandersetzung mit der deutschen Vergangenheit in Form des Nationalsozialismus und mit der Gegenwart die immer wieder von rechtsextremistischer Gewalt geprägt ist. Schon Landins frühe Erzählung "Wenn erst wieder Gras wächst" (1985) sorgte für Aufsehen. Er griff darin das Schicksal eines abgeschossenen britischen Fliegers auf, der Anfang 1945 in Dirmstein von einem Nazifunktionär umgebracht wurde.
Landins zweites literarisches Genre ist der Kriminalroman. 1998 veröffentlichte er seinen ersten Krimi, "Baumers Fall". Im September 2007 erschien im Wellhöfer-Verlag "Mord im Quadrat - 20 Mannheimer Mordgeschichten". Weitere Veröffentlichungen im Krimi-Genre folgten: 2007 - Hörbuch (2 CDs) "Mord im Quadrat", gelesen von Bettina Franke und Berthold Toetzke, Musik: Hans Reffert, 2008 - "Mannheimer Karussell", Kriminalroman, 2009 - "Bluthitze" - Kriminalroman, 2011 - "Eiswut", 2. Mannheim-Krimi mit Kommissar Lauer, alle im Wellhöfer Verlag Mannheim.
Ab und zu gibt's Landin auch auf Pfälzisch - in einer gewachsenen Dialektmischung zwischen Dirmstein und Mannheim.
Walter Landin ist Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller und Preisträger zahlreicher Literaturwettbewerbe. Mit seinem Kurzdrama "Wassertreten" ist er 2006 Preisträger beim 3. Marburger Kurzdrama-Wettbewerb geworden, das im November 2006 am Theater "GegenStand" (Marburg) uraufgeführt wurde.



Alexander Schroth

schrieb nahezu ausschließlich in Pfälzisch. Dass der inzwischen am 18. November 2011 verstorbene Betriebswirt in Dirmstein - 1934 - geboren ist und rege Verbindungen dorthin pflegte, merkt man seiner Sprache an, ebenso aber auch, dass er als junger Mann "ausgewandert" ist - aus der nördlichen Vorderpfalz nach Mannheim in die Kurpfalz. Seine Themen bezog er einerseits aus dem bäuerlichen Umfeld seiner Jugend, wenn er beispielsweise den Hühnerhof in ein humorvolles Gedicht packt oder augenzwinkernd um Verständnis für das schwere Leben eines Ehemannes heischt, der ständig von seinen Freunden zum Weingenuss "gezwungen" wird. Zum anderen gesellten sich mit steigendem Lebensalter immer mehr Stücke hinzu, die von großer Erfahrung künden und einem feinen Gespür für Zwischentöne. Vielschreiber Schroth hat insgesamt fünf Gedichtbände veröffentlicht. Der Lohn für seine Beteilung an Mundartwettbewerben waren etliche Preise in Dannstadt und als Krönung 1995 sowie 2000 jeweils der 1. Platz in Bockenheim, dem Mekka der Pfälzer Mundart. Wir erinnern uns gerne an ihn.


Edith Brünnler

bruennler<ät>hotmail.com

www.edith-bruennler.de

Jahrgang 1953 und im Ludwigshafener Stadtteil Edigheim zu Hause, schrieb schon als Kind kleine Gedichte, später auch Büttenreden. 2001 begann sie mit dem Schreiben von satirischen Kurzgeschichten und hat mittlerweile drei Bücher mit vorwiegend hochdeutschen Geschichten ("Weiten im Fluss", "Kraniche im Gegenlicht", "Gefühlte Freiheit"), ein Hörbuch (Autorenlesung: "Kraniche im Gegenlicht") und ein Buch mit Pfälzer Mundarttexten ("nor gebabbelt - geschafft is glei") veröffentlicht. Darüber hinaus ist sie mehrfache Preisträgerin im "Mundartwettbewerb Dannstadter Höhe". Bekannt wurde die Autorin auch durch zahlreiche Lesungen im Rhein-Neckar-Raum, die Begleitung von literarischen Menüs und durch Literaturgottesdienste.